Vater: „Wir gehen davon aus, dass er es ist“

Daniel Küblböck: Polizei in Bayern bestätigt uns die Sichtung von AIDA-Video - Das sagt ein Sprecher

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Die Polizei bestätigt, dass sie ein AIDA-Video gesichtet habe.

Das Überwachungs-Video von der „AIDAluna“ beschäftigte auch die Polizei in Passau. Das bestätigt ein Sprecher gegenüber unserer Redaktion.

Update vom 6. November 2018: Bisher hatte nur Daniel Küblböcks Vater Günther erklärt, dass das Überwachungs-Video von der AIDA bei der Polizei Passau angeschaut wurde. Das bestätigt nun auch ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern tz.de*. „Es ist von Kollegen der Kriminalpolizei Passau gesichtet worden“, so Stefan Gaisbauer. Zu Inhalt und Länge möchte die Polizei nichts sagen.

Der Fall Daniel Küblböck liege bei der Kripo in Passau und sei noch nicht abgeschlossen, erklärt der Sprecher. „Es wird immer wieder gewartet, ob es weitere Hinweise gibt. Aktuell liegen keine Hinweise auf einen Verbleib vor“, so Gaisbauer. Heißt wohl: Es ist unklar, was aus Küblböck wurde. Der Polizeisprecher betont: „Er wird weiterhin als vermisst geführt.“

Update vom 2. November 2018: Es gibt neue Details zum Überwachungsvideo, das auf der AIDAluna aufgenommen wurde. Diese gab Daniel Küblböcks Vater Günther via Bunte bekannt. Das Blatt berichtet, dass man auf dem Video eine Person springen sehe.

„Der Einzige, der auf dem Schiff fehlt, ist Daniel“, so Vater Günther. „Deshalb gehen wir davon aus, dass er es ist.“ Selbst anschauen will er sich das Video nicht. Das hat aber die Passauer Polizei erledigt. „Die Polizei in Passau hat es gesehen. Es sei recht unscharf, man könne niemanden genau erkennen.“

Die neuen Aussagen und den Bericht zusammengefasst, heißt das also: Das Video zeigt eine Person beim Sprung - aber es ist nicht ersichtlich, um wen es sich handelt. Da nur Küblböck fehlte, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit er. Eine traurige Erkenntnis.

Günther Küblböck glaubt nicht an einen geplanten Selbstmord seines Sohnes. „Definitiv nicht“, sagte er dem Blatt. „Als er gesprungen ist, war ihm garantiert nicht mal klar, dass da unten Wasser ist. Wahrscheinlich hatte er aufgrund seiner starken Psychose einen Fluchtreflex und war sich über die Konsequenz nicht im Klaren.“

Daniel Küblböcks Oma glaubt, dass ihr Enkel noch lebt - Vater Günther hält die Wahrscheinlichkeit hingegen für sehr, sehr gering.

Video: Küblböcks Vater gibt nicht auf

Update vom 24. September 2018: Es steht mittlerweile außer Frage, dass es ein Überwachungsvideo gibt. Es soll Sprung einer Person von der AIDAluna zeigen - und dabei kann es sich ja nur um Daniel Küblböck handeln. Derzeit soll die kanadische Polizei die Aufnahmen der letzten Momente im Leben des Ex-DSDS-Stars auswerten. Daniels Vater Günther Küblböck (55) ringt mit sich, ob er die dramatischen Bilder sehen will und sehen kann. Oder ob die Aufnahmen zu belastend für ihn sind.  Dem People-Magazin Bunte sagt er: „Das Video habe ich nicht gesehen, und auch wenn es den Behörden in Deutschland demnächst vorliegen sollte, kann ich heute noch nicht sagen, ob ich es mir überhaupt anschauen werde bzw. jemals dazu in der Lage bin.“

Derzeit will auch kein Familienangehöriger von Daniel Küblböck zur Unglücksstelle nach Neufundland reisen. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist keine Reise geplant“, erklärt Günther Küblböck der Bunten. Auch eine Trauer- oder Gedenkfeier sei momentan kein Thema.  „Das würden wir aber auch nicht öffentlich bekannt machen.“ 

Nach wie vor geht Günther Küblböck davon aus, dass sein Sohn keinen Selbstmord geplant habe. Wie er gegenüber der Bunten betont, gebe es weder einen Abschiedsbrief noch ein Testament. Das will das Magazin nicht nur von Günther Küblböck erfahren haben, sondern auch aus Daniels engstem Freundeskreis.

Aber was brachte Daniel Küblböck dazu, von der AIDAluna zu springen? Sein trauernder Vater geht davon aus, dass er mit seiner sexuellen Identität nicht mehr zurecht kam. Er verweist auf eine „Wesensveränderung“ seines Sohnes, „die sich in den letzten Wochen in vielen Teilen abzeichnete, bis er sich zuletzt als Frau zeigte“. 

Daniel Küblböck seit 9. September vermisst

Am Morgen des 9. September 2018 verschwand der frühere DSDS-Star Daniel Küblböck (33) vor der kanadischen Küste vom Kreuzfahrtschiff „AIDAluna“. Nach Angaben der Reederei Aida Cruises soll Küblböck am frühen Sonntagmorgen vor der Küste von Neufundland von Bord des Schiffes gesprungen sein. Eine Suizidabsicht gilt als wahrscheinlich. 

Eine großangelegte Suchaktion der kanadischen Küstenwache blieb erfolglos. Laut der Küstenwache gibt es keine Hoffnung mehr, den Sänger lebend zu finden. Nun könnte ein neues Überwachungs-Video Licht ins Dunkel bringen. Möglicherweise zeigt es die letzen Momente im Leben des 33-Jährigen - inklusive seines Sprungs von der „AIDAluna“.

Aber ist er wirklich gesprungen? Sein Exfreund hat eher die Theorie, dass Daniel noch leben könnte und alles nur fingiert war. Im Gespräch mit tz, erklärt er auch warum.

Unser Artikel vom 16.9.2018: Sprung von Daniel Küblböck auf Überwachungbildern der AIDAluna zu sehen?

Wie die Bild am Sonntag berichtet, soll die kanadische Polizei derzeit das letzte Video von Daniel Küblböck auswerten. „Die Beamten haben demnach einen Film beschlagnahmt, der vom Video-Überwachungssystem des Kreuzfahrtschiffes aufgezeichnet wurde. Darauf soll zu sehen sein, wie der Sänger über die Reling klettert und sich ins Meer stürzt“, heißt es in dem Bericht.

Nach Informationen der Boulevardzeitung darf Daniel Küblböcks Vater Günter die Aufzeichnungen der Überwachungskamera nicht sehen. Sie wollen die Aufnahmen wegen laufender Ermittlungen offenbar nicht freigeben. „Wir kooperieren in vollem Umfang mit den kanadischen Behörden“, erklärt ein Sprecher der Reederei gegenüber der BamS.

Weiterer Bericht zu Küblböck-Aufnahmen der Überwachungskamera

Auch die Bunte berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe von einem Überwachungs-Video der „AIDAluna“, das zeigt, wie ein Passagier über Bord geht. Allerdings sei unklar, ob es sich um Daniel Küblböck handelt. Wertet die Polizei die unscharfen Aufnahmen aus, um die Identität des Ex-DSDS-Stars zu verifizieren?

Das People-Magazin schreibt über die Momente nach dessen Verschwinden vom Kreuzfahrtschiff: „Parallel werden die Bilder der Überwachungskameras (CCTV) gecheckt - auf einer sieht man, wie ein Mensch auf Deck 5 von Bord ins Wasser (10,5 Grad) springt. Es ist stockdunkel. Wer das Passagier ist, kann nur erahnt werden.

Daniel Küblböcks Vater wollte AIDA-Kreuzfahrt verhindern

Wie Küblböcks Vater auf der Webseite seines Sohnes mitteilte, soll sein Sohn nicht an Depressionen gelitten haben - allerdings habe sein Umfeld zuletzt eine beunruhigende Wesensveränderung wahrgenommen: "Daniel war nicht depressiv, aber er hatte seit Kurzem psychische Probleme, die man wohl am besten als eine Art Psychose beschreiben kann."

Was genau ist eine Psychose? Das Portal Neurologen und Psychiater im Netz informiert: „Führend sind Störungen des Denkens und der Wahrnehmung. Besonders charakteristisch sind Wahnvorstellungen und Halluzinationen (meist akustisch, aber auch Geruchs-, Geschmacks-, Tast- und optische (Gesichts-) Halluzinationen). Wahnsymptome treten häufig in Form von Verfolgungswahn oder Beziehungswahn auf, bei denen der Betroffene Wahrnehmungen fälschlicherweise auf sich bezieht. Manche Betroffene haben den Eindruck, dass die Umwelt nicht mehr real sei oder sie selber nicht die Person seien, die sie sein scheinen, ferner dass die eigenen Gedanken auch von anderen wahrgenommen oder beeinflusst werden können (sog. Ich-Störungen).“ (Ausführlichere Informationen zu Psychosen finden Sie auf der Webseite.)

Sorgen wegen „Wesensveränderung“ bei Daniel Küblböck

Wie Günter Küblböck mitteilte, habe er schon im Vorfeld der AIDA-Kreuzfahrt, an der sein Sohn teilnahm, Bedenken gehabt: „Wir haben uns durch seine plötzliche Wesensveränderung, die sich in den letzten Wochen in vielen Facetten gezeigt hat, große Sorgen gemacht und so habe ich alles daran gesetzt, diese Reise zu verhindern.“ Allerdings sei Günter Küblböck auf die Gesetzeslage aufmerksam gemacht worden, nach der es keine Möglichkeit gebe, die Reise auf dem Schiff zu verwehren. Er habe daher schon im Vorfeld die Verantwortlichen des Schiffes darum gebeten, ein besonderes Auge auf Daniel zu haben.

Daniel Küblböck: Psychische Probleme wegen Geschlechtsumwandlung?

Die Bunte bringt eine weitere mögliche Ursache ins Spiel, wieso Daniel Küblböck an psychischen Problemen gelitten haben könnte: Laut dem People-Magazin habe er sich auf eine Geschlechtsumwandlung vorbereitet. Den Passagieren der AIDAluna soll er sich als „Lana Kaiser“ vorgestellt haben. Die Bunte schreibt: „Könnte ihn die bevorstehende Geschlechtsumwandlung emotional beeinflusst haben? Mit ziemlicher Sicherheit nahm Küblböck Hormone, um sich auf ein Leben als Frau vorzubereiten.“

Das Magazin zitiert den Psychiater Michael Szukaj aus Münster: „Man empfindet eine Verfremdung im Körper, die wir als nicht Betroffene nicht nachempfinden können.“ 

Nach diesem Statement von Günter Küblböck hat das Rostocker Kreuzfahrtunternehmen Aida Cruises eine Verantwortung für den Vorfall zurückgewiesen. „Grundsätzlich haben wir als Unternehmen keine juristische Grundlage, Kunden, die in vollem Umfang geschäftsfähig sind, den Antritt einer gebuchten Reise zu verwehren“, teilte das Unternehmen am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Aida betonte, dass es ein großes Verständnis für die tiefe Betroffenheit der Angehörigen gebe. „Ihnen gilt unser Mitgefühl in dieser schwierigen Zeit.“

Zu den Ermittlungen der kanadischen Polizeibehörden teilte Aida mit: „Wir kooperieren mit den ermittelnden Behörden in vollem Umfang. Da es sich aber um laufende Ermittlungen handelt, können wir dazu keine Aussagen treffen.“ Zu einem möglichen Überwachungs-Video, das die letzten Momente von Daniel Küblböck zeigt, hat Aida Cruises sich noch nicht geäußert.

Knapp drei Wochen nach Daniel Küblböcks Verschwinden hat sich die Polizei zu den Entwicklungen geäußert.

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Hinweis der Redaktion

Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Selbstmord-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

fro/dpa

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